Eldrador bei uns zuhause: Wenn Schattenkreaturen Freunde werden

Bei uns zuhause dreht sich gerade fast alles um eine Fantasiewelt: Eldrador von Schleich. Kaum ein Tag vergeht, an dem mein Sohn nicht seine Figuren aus der Kiste holt, eine Landschaft aus LEGO-Steinen baut und eine neue Geschichte beginnt.

Was ist Eldrador überhaupt?

Eldrador ist eine Fantasiewelt von Schleich, in der sich zwei Reiche gegenüberstehen: die vertraute, helle Welt und die geheimnisvolle Schattenwelt mit ihren Schattenkreaturen – halb Tier, halb Fels, halb Fabelwesen. Schleich selbst inszeniert das Ganze klar als Kampf zwischen Gut und Böse. Bei uns zuhause haben wir uns aber entschieden, die Figuren anders zu benutzen, als es eigentlich gedacht ist – und genau das macht das Spiel für uns so besonders.

Wir entscheiden, wie gespielt wird – nicht die Verpackung

Schleich will, dass man kämpft. Unser Sohn will das nicht – zumindest nicht als Hauptsache. Klar, ab und zu wird auch mal ein kleines Gefecht nachgespielt. Aber das Herzstück unserer Eldrador-Geschichten ist ein ganz anderes: Familie, Freundschaft und Frieden zwischen den Welten. Es geht viel öfter ums Zusammenhalten als ums Gewinnen. Mir gefällt daran besonders, dass er sich sein Spielzeug auf seine eigene Art aneignet, statt einfach nachzuspielen, was auf der Verpackung steht.

Die Bühne dafür: LEGO-Höhlen, Steinwelt, Haus und Baum

Bevor überhaupt eine Geschichte losgeht, wird erst mal gebaut: Aus LEGO-Steinen entstehen Höhlen für die Schattenkreaturen, graue und braune Steine stellen die Steinwelt dar, dazu kommen ein Haus und ein Baum für die normale Welt. Erst wenn die Landschaft steht, geht es richtig los. Das Bauen gehört für ihn genauso zum Spiel wie die Geschichte selbst – eine eigene kleine Welt, durch die die Figuren dann wandern.

Meist spielt er allein – aber am liebsten mit mir als Schattenkreaturen

Die meiste Zeit spielt unser Sohn ganz allein und erfindet seine Geschichten selbst. Am liebsten hat er es aber, wenn ich mitspiele und die Stimmen der Schattenkreaturen übernehme. Dann sitzen wir am Boden, ich lasse die Schattenwesen sprechen und drohen, und er entscheidet, wie die Geschichte weitergeht. Diese kleinen gemeinsamen Runden sind für uns beide echte Lieblingsmomente.

Maba, die heimliche Chefin

Offiziell hat die Schattenwelt einen Chef: den Schattendrachen. Aber wer bei uns wirklich das Sagen hat, ist eine ganz andere Figur – die Schattenassel Maba. Der Name steht für „Mega Abgefahrene Böse Assel“, ausgedacht von meinem Sohn selbst. Auch wenn der Drache formal an der Spitze steht, ist Maba diejenige, die im Hintergrund die Fäden zieht. Solche Details liebe ich an seinen Geschichten – sie zeigen, wie viel Fantasie und eigene Logik in seinem Spiel steckt.

Sein liebster Moment: wenn aus Fremden Freunde werden

Am meisten liebt er einen ganz bestimmten Moment in unseren Geschichten: wenn die Schattenkreaturen – auch Maba – am Ende nicht mehr Gegner sind, sondern Freunde der normalen Welt werden. Ein Wesen, das erst fremd und ein bisschen unheimlich wirkt, wird eingeladen, akzeptiert und gehört am Ende einfach dazu. Das wiederholt sich in seinen Geschichten immer wieder – fast wie ein kleines Ritual.

Ich finde das bemerkenswert. Ohne dass wir es ihm groß erklärt hätten, entwickelt er im Spiel ganz von selbst diese Idee: Das Fremde muss nicht bekämpft werden, es kann auch Freund werden. Genau solche Momente sind es, weshalb ich freies Rollenspiel so wertvoll finde – die Werte, die ihm wichtig sind, zeigen sich hier viel deutlicher als in jedem Gespräch.

Warum uns dieses Spiel als Eltern gefällt

  • Fantasie und Storytelling: Von der LEGO-Landschaft bis zur fertigen Geschichte entsteht alles selbst erfunden.
  • Empathie: Auch die „gruselig“ aussehenden Schattenkreaturen bekommen bei ihm eine Persönlichkeit und Beweggründe.
  • Konfliktlösung: Streit in der Geschichte wird meistens durch Reden und neue Freundschaften gelöst, nicht nur durch Kämpfen.
  • Eigene Regeln: Er entscheidet, wie gespielt wird – nicht die Verpackung.

Für uns ist Eldrador von Schleich mittlerweile mehr als nur Spielzeug – es ist der Rahmen für Geschichten, in denen unser Sohn ganz nebenbei durchspielt, wie man mit dem Fremden und dem Unbekannten umgeht. Und wenn am Ende wieder eine Schattenkreatur – vielleicht sogar Maba selbst – einen neuen Freund findet, wissen wir: Es war ein guter Spielenachmittag.

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